Wie kann man mit dem Bibellesen anfangen?

damit man sie nicht sofort wieder weglegt? Zu dick, zu schwer, zu undurchsichtig! Ich würde ja gerne mal lesen, aber … Es gibt folgende Möglichkeiten:

  • Man kann einfach vorne anfangen und sich „durchkämpfen“.
  • Man kann sie durchblättern und da „hängen bleiben“, was einen interessiert.
  • Man kann eine beliebige Stelle nach dem Zufallsprinzip aufschlagen und einfach anfangen.
  • Man kann sich gezielt eine Geschichte über Jesus aussuchen, oder auch über eine andere Person oder ein Thema. Das kann ein Sinnabschnitt oder auch nur ein Bibelvers sein, die einem spontan einfallen, an die man irgendwann schon einmal irgendwann oder vor Kurzem gedacht hat oder die man im Stichwortverzeichnis der Bibel gefunden hat.

Hilfreich ist es, dass man nicht einfach die Bibel zur Hand nimmt und loslegt, sondern sich einen Rahmen dafür gibt.

  • Ich nehme mir vor, nicht länger als 3 Minuten oder 5 Minuten oder auch 20 Minuten zu lesen. (Besser ist es, mit ganz kurzen Zeiten anfangen!)
  • Ich mache mir bewusst, dass die Bibel nicht ein Buch wie jedes andere ist, sondern mir von Gott her etwas für mein Leben und das Leben der Gemeinde gesagt wird. Ich benötige darum eine innere Ruhe. Wenn ich die nicht habe, sollte ich es zu einem anderen Zeitpunkt versuchen. Den nehme ich mir vor, z.B. morgens vor oder nach dem Frühstück, nachmittags, oder abends, bevor ich ins Bett gehe.
  • Ich mache mir bewusst, dass ich eine „geistliche Haltung“ benötige. Es geht nicht nur um`s Verstehen mit dem Kopf, sondern um`s Begreifen mit dem Herzen.
  • Darum kann ich mir vor dem Lesen sagen: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!“ Ich kann einen Bibelvers hinzufügen. Vier Beispiele: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg!“ „Wecke mir das Ohr, dass ich wie ein Jünger höre!“ „Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit.“
  • Jetzt lese ich eine Bibelstelle. Für den Beginn z.B.: „Nichts in der ganzen Welt kann uns jemals trennen von der Liebe Gottes, die uns verbürgt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.“ (Römerbrief, 8. Kapitel, Vers 39)
  • Ich frage mich:
  • Was sagt dieser Bibelvers/Bibelabschnitt?
  • Was sagt er mir über Gott?
  • Was sagt er mir über mich selbst?
  • Was sagt er mir über mein Verhältnis zu meinem Nächsten?

  • Nun frage ich mich:
  • Wofür habe ich angesichts dieses Bibelverses/Bibelabschnittes zu danken?
  • Was muss ich bekennen?
  • Was erbitte ich für mich?
  • Was erbitte ich für andere und für wen?
  • (Gut ist es, wenn man die Antworten in Stichworten auf einen Zettel schreibt. Dann kann man sie zum Gebet werden lassen.)
  • Dann spreche ich das Vater unser (oder denke es stumm).
  • Zum Abschluss bitte ich um Gottes Segen: „Es segne und behüte mich der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.“ Amen.